Beruf und Familie unter einen Hut zu kriegen ohne sich dabei selbst vollständig zu vernachlässigen ist für viele Eltern eine grosse Herausforderung. Und als alleinerziehender Elternteil wird die Doppelbelastung bei fehlender Unterstützung durch den anderen Elternteil oder andere Familienmitglieder sogar zur Dreifachbelastung. Was erschöpfte Eltern für die Kinder letztlich für verheerende Konsequenzen haben kann, sind sich die wenigsten bewusst. Insbesondere das Bundesgericht hat mit einem seiner Entscheide zum Scheidungsrecht die Eierlegende Wollmilchsau im wahrsten Sinne des Wortes institutionalisiert. Hier schreibt jedoch jemand, der als Kind in einem jahrelangen Scheidungskrieg bei einem Vollzeit arbeitenden Vater aufgewachsen ist und damit über die entsprechende Lebenserfahrung verfügt.

Als promovierte Juristin und alleinerziehende Mutter eines Kleinkindes bin ich über die bundesrichterliche Rechtsentwicklung zutiefst erschüttert, zumal keiner der Herren Bundesrichter eine Ahnung zu haben scheint, was dies für die betroffenen Kinder bedeuten kann. Ich selbst musste als alleinerziehende Mutter über 3 Jahre vor Gericht für mich und meine Tochter kämpfen. Während dieses Kampfes war ich teilweise derart erschöpft, dass ich mich insgesamt vier Mal für einen mehrwöchigen Klinikaufenthalt entschieden hatte.

Das Gute an dieser ganzen Entwicklung ist, dass ich während der letzten Jahre noch viel mehr über Burnout und Entwicklungstrauma sowie das Scheidungsrecht gelernt habe, als ich vorher schon wusste. Und weil es bis heute noch keine zentrale Anlaufstelle für erschöpfte Eltern in Trennungssituationen gibt, möchte ich zusammen mit anderen Fachpersonen Eltern in ähnlichen Lebenskrisen aufzeigen, wie sie den Überlebensmodus verlassen können, um mit ihren Kindern endlich wieder ein unbeschwertes Leben zu führen.

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